| Second Opinion (Zweitmeinung) |
Unsicher mit der Diagnose? Fragen zu Therapien?
Viele Eltern sind verunsichert, wenn der Kinderarzt infolge
Konzentrationsproblemen und/oder hyperaktivem Verhalten zu einer
medikamentösen Therapie rät. Sie wünschen eine Zweitmeinung, was
durch den Kinderarzt in der Regel auch begrüsst und unterstützt
wird.
Ergänzend zu den von vielen Kinderärzten durchgeführten POS-Untersuchungen kläre ich unter anderem
auch die Frage, ob allfällig
vorliegende Teilleistungsschwächen oder psychische Probleme die
eigentliche Ursache für die Lern- und Verhaltensauffälligkeiten darstellen
könnten (siehe auch hier).
Der Bedarf nach einer Zweitmeinung besteht oft auch dann, wenn die
Probleme eines Kindes trotz Behandlung mit Medikamenten
fortbestehen. In vielen dieser Fälle lag/liegt die Ursache darin,
dass Teilleistungsstörungen (z.B. Gedächtnisprobleme, Störungen des
räumlichen Vorstellungsvermögens, Wahrnehmungsstörungen) dazu
führten, dass die betroffenen Kinder zum Ausgleich dieser Defizite
besonders viel Konzentration aufbringen mussten. Im Schul- und
Familienalltag zeigt(e) sich in diesen Fällen - trotz anderer
Ursache - ein der ADHS zum Verwechseln ähnliches Bild. Problematisch
wird es jeweils in jenen Fällen, bei welchen eine medikamentöse
Therapie die zugrunde liegende Problematik maskiert. Das heisst, die
Konzentration wird oberflächlich zwar verbessert, ohne dass aber ein
nachhaltiger Erfolg eintritt.
Erwachsene
Wie bei allen medizinischen oder psychiatrischen
Untersuchungen kann es auch bei Abklärungen auf ADHS dazu kommen,
dass die Ratsuchenden sich nicht verstanden fühlen. Jede Patientin
und jeder Patient hat das Recht auf eine Zweitmeinung.
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Diese Seite wurde letztmals aktualisiert am 27.05.2010