Dipl.-Psych. Piero Rossi
Fachpsychologe für Psychotherapie FSP
Ausserdorfstrasse 36; CH-5603 Staufen
062 891 77 90

 

Praxisphilosopie

Soviel wie nötig, so wenig wie möglich
Ich orientiere mich am Prinzip der minimalen Intervention (so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich). Auch in der Psychotherapie bilden Zweckmässigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit grundlegende Eckpfeiler. 

Keine Psychotherapie ohne vorausgehende Diagnostik
Nur eine differenzierte Diagnostik ermöglicht es, Überblick über die Probleme, Schwächen und Stärken eines Menschen zu gewinnen. Ohne Diagnose ist es nicht möglich, zu entscheiden, ob und wenn ja welche therapeutischen Massnahmen angezeigt sind.

Ich behandle Menschen und keine Diagnosen
Menschen lassen sich nicht wie ein Computer oder eine Maschine in allen Einzelteilen abbilden. Nicht immer kann abschliessend geklärt werden, was in der Seele eines Menschen vor sich geht, welche Motive seinem Verhalten zugrunde liegen und wieso die Entwicklung eines Kindes diesen oder jenen Verlauf genommen hat. Und nicht immer kann den Beschwerden eines Menschen eine Diagnose zugeordnet werden.
Niemand leidet an einer Diagnose, sondern immer an seinen individuellen Beschwerden. Diagnosen sind theoretische Konzepte. Sie können ein zielgerichtetes therapeutisches Handeln erleichtern.

Beispiel: Ein Kind oder ein Jugendlicher zeigt Verhaltens- oder Lernprobleme, verweigert sich bei den Hausaufgaben, verspätet sich ständig, zeigt überschiessende und ungesteuert wirkende Reaktionen, löst Versprechungen nicht ein, ist chronisch vergesslich, lässt sich nichts sagen und ist übermässig unbeherrscht. Wir fragen und dann meistens ganz automatisch: „Was will er uns damit sagen?“ oder: „Was will er mit seinem Verhalten bezwecken?“ und: „Worauf will er hinaus?“. Wir verstehen heute Verhaltensstörungen und andere seelische Probleme spontan (und meistens ausschliesslich) als motivationale, emotionale oder zwischenmenschliche Konflikte. Auf die Idee, dass ein Kind nicht nicht will, sondern nicht kann, selbst wenn es will, kommen Eltern, Psychologen und Ärzte auch heute oft noch viel zu spät. Zu spät, weil das Selbstwertgefühl derjenigen Kinder, welche nicht können und nicht nicht wollen, nach fünf oder sechs Jahren negativen Beziehungs-, Lern- und Schulerfahrungen oftmals bereits elementar gestört ist. 

Auch das menschliche Gehirn durchläuft eine ganz individuelle und nicht immer störungsfreie Entwicklung. In meiner psychologischen Arbeit heisst dies vor allem, dass ich bei Untersuchungen und Therapien wo immer möglich nicht nur gesellschaftliche, psychosoziale, interpersonelle und geschlechtsspezifische, sondern immer auch neurowissenschaftliche Erkenntnisse und Faktoren mit einbeziehe. So erhebe ich bei Untersuchungen nicht nur den psychischen, sondern immer auch den neurokognitiven Befund (Wahrnehmung, Konzentration, Gedächtnis, Denken, Raumverarbeitung usw.).

Eine mehrheitlich adäquate Entwicklung der kognitiven Basisfunktionen wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Handlungsplanung, Impulsregulation, Raumvorstellung, Sprache usw. bilden eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass sich Menschen entsprechend ihren Begabungen und Anlagen entwickeln können und ihr Leben befriedigend gestalten können.

Methodisch orientieren sich meine psychotherapeutischen Interventionen am aktuellen Stand der störungsspezifischen Psychotherapieforschung.  

Transparenz
Noch vor der ersten Konsultation informieren wir Ratsuchende schriftlich über die zu erwartenden Kosten und Krankenkassenregelungen. Eltern und erwachsenen Patientinnen und Patienten gewähre ich jederzeit vollständigen Einblick in die Krankenakten. Bei der Besprechung von Untersuchungsbefunden erfahren Eltern und erwachsene Patientinnen und Patienten von mir immer alles, was ich selber weiss und ich teile ihnen mit, wie sicher ich mir in der Beurteilung bin. Untersuchungsberichte an die zuweisenden Ärztinnen und Ärzte gehen als Orientierungskopie immer auch an die Patientinnen und Patienten (bei Kindern an deren Eltern).     

 

Diese Seite wurde letztmals aktualisiert am 05.12.2012