Dipl.-Psych. Piero Rossi
Fachpsychologe für Psychotherapie FSP
Farmweg 4; CH-5702 Niederlenz AG
062 891 77 90

 



Meine Praxisphilosophie

Keine Psychotherapie ohne vorausgehende Diagnostik
Nur eine differenzierte Diagnostik ermöglicht es, Überblick über die Schwächen und Stärken eines Menschen zu gewinnen. Ohne einen qualifizierten diagnostischen Prozess ist es nicht möglich, zu entscheiden, ob und wenn ja welche therapeutischen Massnahmen angezeigt sind.

Ich untersuche Menschen
Menschen lassen sich nicht wie ein Computer oder eine Maschine in allen Einzelteilen abbilden. Nicht immer kann abschliessend geklärt werden, was in der Seele eines Menschen vor sich geht, welche Motive seinem Verhalten zugrunde liegen und wieso die Entwicklung eines Kindes diesen oder jenen Verlauf genommen hat. Und nicht immer kann den Beschwerden eines Menschen eine Diagnose zugeordnet werden.

Ich behandle Menschen und keine Diagnosen
Niemand leidet an einer Diagnose, sondern immer an seinen je individuellen Beschwerden. Diagnosen sind theoretische Konzepte. Sie erleichtern ein zielgerichtetes therapeutisches Handeln.

Ich denke, untersuche und behandle ganzheitlich
Wir leben auf einem Kontinent, dessen Problemlöse-Denken massgeblich durch die Psychoanalyse, die Individualpsychologie und die sich im letzten Jahrhundert daraus entwickelnden psychologischen Strömungen geprägt wurden.

Beispiel: ein Kind oder ein Jugendlicher zeigt Verhaltens- oder Lernprobleme, verweigert sich bei den Hausaufgaben, verspätet sich ständig, zeigt überschiessende und ungesteuert wirkende Reaktionen, löst Versprechungen nicht ein, ist chronisch vergesslich, lässt sich nichts sagen und ist übermässig unbeherrscht, so fragen wir uns meistens ganz automatisch: „Was will er uns damit sagen?“ oder: „Was will er mit seinem Verhalten bezwecken?“ und: „Worauf will er hinaus?“.

Wir verstehen heute Verhaltensstörungen und andere seelische Probleme spontan (und meistens ausschliesslich) als motivationale, emotionale oder zwischenmenschliche Konflikte. Auf die Idee, dass ein Kind nicht nicht will, sondern nicht kann, selbst wenn es will, kommen Eltern, Psychologen und Ärzte auch heute oft noch viel zu spät. Zu spät, weil das Selbstwertgefühl derjenigen Kinder, welche nicht können und nicht nicht wollen, nach fünf oder sechs Jahren negativen Beziehungs-, Lern- und Schulerfahrungen oftmals bereits elementar gestört ist. 

Auch das menschliche Gehirn durchläuft eine ganz individuelle und nicht immer störungsfreie Entwicklung. In meiner psychologischen Arbeit heisst dies vor allem, dass ich bei Untersuchungen und Therapien wo immer möglich nicht nur gesellschaftliche, psychosoziale, interpersonelle und geschlechtsspezifische, sondern immer auch neurowissenschaftliche Erkenntnisse und Faktoren mit einbeziehe. So erhebe ich bei Untersuchungen nicht nur den psychischen, sondern immer auch den neurokognitiven Befund (Wahrnehmung, Konzentration, Gedächtnis, Denken, Raumverarbeitung usw.).

Eine mehrheitlich adäquate Entwicklung der kognitiven Basisfunktionen wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Handlungsplanung, Impulsregulation, Raumvorstellung, Sprache usw. bilden eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass sich Menschen entsprechend ihren Begabungen und Anlagen entwickeln können und ihr Leben befriedigend gestalten können.

Methodisch orientieren sich meine psychotherapeutischen Interventionen am aktuellen Stand der störungsspezifischen Psychotherapieforschung.  

Transparenz ist wichtig
Schon vor der ersten Konsultation in meiner Praxis werden unsere PatientInnen schriftlich informiert über Kosten- und Krankenkassenregelungen. Eltern und erwachsenen PatientInnen gewähre ich jederzeit vollständigen Einblick in die Krankenakten. Bei der Besprechung von Untersuchungsbefunden erfahren Eltern und erwachsene PatientInnen von mir immer 1:1, was ich selber weiss und wie sicher ich mir in der Beurteilung bin. Untersuchungsberichte an die zuweisenden Ärztinnen und Ärzte gehen als Orientierungskopie immer auch an die Patientinnen und Patienten oder deren Eltern.     

Soviel wie nötig, so wenig wie möglich
Die ausführliche Diagnostik, eine gut strukturierte Therapieplanung und der Einsatz wissenschaftlich überprüfter und zum grossen Teil standardisierter Psychotherapie-Behandlungskonzepte ermöglichen es mir, effizient zu arbeiten. Ich orientiere mich am Prinzip der minimalen Intervention (so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich). Auch in der Psychotherapie bilden Zweckmässigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit grundlegende Eckpfeiler. 


Berufsordnung
Im weiteren stellt die Berufsordnung unseres  Berufsverbandes, der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP, ein auch für mich wichtiges Dokument dar: In diesem Reglement werden die Eckpfeiler qualifizierten psychologischen Handelns verbindlich definiert.

 

Diese Seite wurde letztmals aktualisiert am 02.12.2009