Soviel wie nötig, so wenig wie möglich
Ich orientiere mich am Prinzip der minimalen Intervention (so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich). Auch in der Psychotherapie bilden Zweckmässigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit grundlegende Eckpfeiler.
Keine Psychotherapie ohne vorausgehende Diagnostik
Nur eine differenzierte Diagnostik ermöglicht es, Überblick über die Probleme, Schwächen und Stärken eines Menschen zu gewinnen. Ohne Diagnose ist es nicht möglich, zu entscheiden, ob und wenn ja welche therapeutischen Massnahmen angezeigt sind.
Ich behandle
Menschen und keine Diagnosen
Menschen lassen sich nicht wie ein Computer oder eine
Maschine in allen
Einzelteilen abbilden. Nicht immer kann abschliessend geklärt
werden, was in der Seele eines Menschen vor sich geht, welche Motive
seinem Verhalten zugrunde liegen und wieso die Entwicklung eines Kindes
diesen oder jenen Verlauf genommen hat.
Und nicht immer kann den Beschwerden eines Menschen eine Diagnose zugeordnet werden. Niemand leidet an einer Diagnose, sondern
immer an seinen individuellen Beschwerden. Diagnosen sind theoretische
Konzepte. Sie können ein zielgerichtetes therapeutisches Handeln
erleichtern.
Beispiel: Ein Kind oder ein Jugendlicher zeigt Verhaltens- oder
Lernprobleme, verweigert sich bei den Hausaufgaben, verspätet sich
ständig, zeigt überschiessende und ungesteuert wirkende Reaktionen, löst
Versprechungen nicht ein, ist chronisch vergesslich, lässt sich nichts
sagen und ist übermässig unbeherrscht. Wir fragen und dann meistens ganz
automatisch: „Was will er uns damit sagen?“ oder: „Was will er mit
seinem Verhalten bezwecken?“ und: „Worauf will er hinaus?“. Wir verstehen heute Verhaltensstörungen und andere seelische Probleme
spontan (und meistens ausschliesslich) als motivationale, emotionale oder
zwischenmenschliche Konflikte.
Auf die Idee, dass ein Kind nicht
nicht will, sondern nicht kann, selbst wenn es will, kommen Eltern,
Psychologen und Ärzte auch heute oft noch viel zu spät. Zu spät, weil
das Selbstwertgefühl derjenigen Kinder, welche nicht können und nicht
nicht wollen, nach fünf oder sechs Jahren negativen Beziehungs-, Lern-
und Schulerfahrungen oftmals bereits elementar gestört ist.
Auch das menschliche Gehirn durchläuft eine ganz individuelle und
nicht immer störungsfreie Entwicklung.
In meiner psychologischen Arbeit heisst dies vor allem, dass ich bei Untersuchungen und Therapien wo immer
möglich nicht nur gesellschaftliche, psychosoziale, interpersonelle und
geschlechtsspezifische, sondern immer auch neurowissenschaftliche
Erkenntnisse und Faktoren mit einbeziehe.
So erhebe ich bei
Untersuchungen nicht nur den psychischen, sondern immer auch den neurokognitiven Befund
(Wahrnehmung, Konzentration, Gedächtnis, Denken, Raumverarbeitung
usw.).
Eine mehrheitlich adäquate Entwicklung der kognitiven
Basisfunktionen wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Handlungsplanung,
Impulsregulation, Raumvorstellung, Sprache usw. bilden eine grundlegende
Voraussetzung dafür, dass sich Menschen entsprechend ihren Begabungen
und Anlagen entwickeln können und ihr Leben befriedigend gestalten
können.
Methodisch orientieren sich meine psychotherapeutischen Interventionen am aktuellen Stand der störungsspezifischen Psychotherapieforschung.
Transparenz
Noch vor der ersten Konsultation informieren wir Ratsuchende schriftlich über
die zu erwartenden Kosten und
Krankenkassenregelungen.
Eltern und erwachsenen Patientinnen und Patienten gewähre ich jederzeit vollständigen
Einblick in die Krankenakten. Bei der Besprechung von
Untersuchungsbefunden erfahren Eltern und erwachsene Patientinnen und
Patienten von mir
immer alles, was ich selber weiss und ich teile ihnen mit, wie sicher ich mir in der
Beurteilung bin. Untersuchungsberichte an die zuweisenden Ärztinnen und
Ärzte gehen als Orientierungskopie immer auch an die Patientinnen und
Patienten (bei Kindern an deren Eltern).
Diese Seite wurde letztmals
aktualisiert am 05.12.2012