Meine
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Praxisphilosophie |
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Keine Psychotherapie ohne vorausgehende Diagnostik
Nur eine differenzierte Diagnostik ermöglicht es, Überblick über die Schwächen und Stärken eines Menschen zu gewinnen. Ohne einen qualifizierten diagnostischen Prozess ist es nicht möglich, zu entscheiden, ob und wenn ja welche therapeutischen Massnahmen angezeigt sind.
Ich untersuche
Menschen
Menschen lassen sich nicht wie ein Computer oder eine
Maschine in allen
Einzelteilen abbilden. Nicht immer kann abschliessend geklärt
werden, was in der Seele eines Menschen vor sich geht, welche Motive
seinem Verhalten zugrunde liegen und wieso die Entwicklung eines Kindes
diesen oder jenen Verlauf genommen hat.
Und nicht immer kann den Beschwerden eines Menschen eine Diagnose zugeordnet werden.
Ich behandle Menschen und
keine Diagnosen
Niemand leidet an einer Diagnose, sondern
immer an seinen je individuellen Beschwerden. Diagnosen sind theoretische
Konzepte. Sie erleichtern ein zielgerichtetes therapeutisches Handeln.
Ich denke,
untersuche und behandle ganzheitlich
Wir leben auf einem Kontinent, dessen Problemlöse-Denken massgeblich
durch die Psychoanalyse, die Individualpsychologie und die sich im
letzten Jahrhundert daraus entwickelnden psychologischen Strömungen
geprägt wurden.
Beispiel: ein Kind oder ein Jugendlicher
zeigt Verhaltens-
oder Lernprobleme, verweigert sich bei den Hausaufgaben, verspätet sich
ständig, zeigt überschiessende und ungesteuert wirkende
Reaktionen, löst Versprechungen nicht ein, ist chronisch vergesslich,
lässt sich nichts sagen und ist übermässig unbeherrscht, so fragen
wir uns meistens ganz automatisch:
„Was will er uns damit sagen?“ oder:
„Was will er mit seinem Verhalten bezwecken?“ und:
„Worauf will er
hinaus?“.
Wir verstehen heute Verhaltensstörungen und andere seelische Probleme
spontan (und meistens ausschliesslich) als motivationale, emotionale oder
zwischenmenschliche Konflikte.
Auf die Idee, dass ein Kind nicht
nicht will, sondern nicht kann, selbst wenn es will, kommen Eltern,
Psychologen und Ärzte auch heute oft noch viel zu spät. Zu spät, weil
das Selbstwertgefühl derjenigen Kinder, welche nicht können und nicht
nicht wollen, nach fünf oder sechs Jahren negativen Beziehungs-, Lern-
und Schulerfahrungen oftmals bereits elementar gestört ist.
Auch das menschliche Gehirn durchläuft eine ganz individuelle und
nicht immer störungsfreie Entwicklung.
In meiner psychologischen Arbeit heisst dies vor allem, dass ich bei Untersuchungen und Therapien wo immer
möglich nicht nur gesellschaftliche, psychosoziale, interpersonelle und
geschlechtsspezifische, sondern immer auch neurowissenschaftliche
Erkenntnisse und Faktoren mit einbeziehe.
So erhebe ich bei
Untersuchungen nicht nur den psychischen, sondern immer auch den neurokognitiven Befund
(Wahrnehmung, Konzentration, Gedächtnis, Denken, Raumverarbeitung
usw.).
Eine mehrheitlich adäquate Entwicklung der kognitiven
Basisfunktionen wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Handlungsplanung,
Impulsregulation, Raumvorstellung, Sprache usw. bilden eine grundlegende
Voraussetzung dafür, dass sich Menschen entsprechend ihren Begabungen
und Anlagen entwickeln können und ihr Leben befriedigend gestalten
können.
Methodisch orientieren sich meine psychotherapeutischen Interventionen am aktuellen Stand der störungsspezifischen Psychotherapieforschung.
Transparenz ist
wichtig
Schon vor der ersten Konsultation in meiner Praxis werden unsere
PatientInnen schriftlich informiert über Kosten- und
Krankenkassenregelungen.
Eltern und erwachsenen PatientInnen gewähre ich jederzeit vollständigen
Einblick in die Krankenakten. Bei der Besprechung von
Untersuchungsbefunden erfahren Eltern und erwachsene PatientInnen von mir
immer 1:1, was ich selber weiss und wie sicher ich mir in der
Beurteilung bin. Untersuchungsberichte an die zuweisenden Ärztinnen und
Ärzte gehen als Orientierungskopie immer auch an die Patientinnen und
Patienten oder deren Eltern.
Soviel wie
nötig, so wenig wie möglich
Die ausführliche Diagnostik, eine gut strukturierte Therapieplanung und
der Einsatz wissenschaftlich überprüfter und zum grossen Teil standardisierter
Psychotherapie-Behandlungskonzepte ermöglichen es mir, effizient zu
arbeiten. Ich orientiere mich am Prinzip der minimalen Intervention (so
viel wie nötig, aber so wenig wie möglich). Auch in der Psychotherapie bilden Zweckmässigkeit,
Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit grundlegende Eckpfeiler.
Berufsordnung
Im weiteren stellt die Berufsordnung unseres Berufsverbandes, der
Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP, ein auch für
mich wichtiges Dokument dar: In diesem Reglement werden die Eckpfeiler
qualifizierten psychologischen Handelns verbindlich definiert.
Diese Seite wurde letztmals
aktualisiert am 02.12.2009